Es gibt diesen einen Moment, den du kennst. Du willst in einer Runde was sagen, der Satz liegt schon auf...
Creepy and Crafts wirkt nicht wie viele andere Witchy-Shops. Keine Glitzeroptik und auch keine düstere Gothic-Ästhetik. Die Stücke fühlen sich eher an, als würdest du durch einen kleinen englischen Antiquitätenladen streifen. Alles wirkt aus der Zeit gefallen, ruhig, zurückhaltend, fast vertraut. Und genau das ist das Spannende: Jedes einzelne Objekt ist neu und handgemacht.
In Magie im Hexengarten beschreibt Minerva Winter den Hexengarten als einen Ort zwischen den Welten. Für sie verbindet er das Sichtbare mit dem Unsichtbaren, Licht mit Schatten und das Weltliche mit dem Spirituellen. Der Garten ist kein rein physischer Raum, sondern ein lebendiger Übergang. Ein Ort, an dem sich Ebenen berühren, wenn man bereit ist, genauer hinzusehen.
Fun Fact über mich: Vom Räuchern wird mir schlecht! Wirklich. Egal ob Stäbchen, Kohle oder lose Kräuter. Ich hab echt alles versucht, damit es klappt: mit offenem Geist, mit der Hilfe der Akasha-Chronik, mit Reisen in frühere Leben und mit dem festen Vorsatz, mich nicht so anzustellen. Es hat nichts geändert. So ist es halt und nur weil ich Hexe bin, muss ich Räuchern weder mögen noch praktizieren. Dafür liebe ich ätherische Öle.
Manche Dinge sind kein Zufall. Es gibt Frauen, die meinen Weg gekreuzt haben und von denen ich viel lernen durfte. Die meisten habe ich über Instagram gefunden. So auch Meike. Zufall? Sicher nicht. Von Meike habe ich viel gelernt. Ich bin mit ihr in meine Akasha Chronik eingetaucht, habe mehrere Monate intensiv im 1:1 mit ihr gearbeitet und sie hat mich einen großen Schritt auf meinem Weg weitergebracht. Vor kurzem hat sie ihr Orakeldeck zur Magie der Akasha Chronik rausgebracht.
Magie für den Alltag: 150 magische Wege zur Erfüllung persönlicher Wünsche – ein Titel, der viel verspricht. Doch hält das Buch, was es verspricht? Kurz gesagt: Hell yeah!
Ich habe Nadine in einer Ausbildung kennengelernt, in der es um die Verbindung mit Geistführern und Verstorbenen ging. Was mir sofort aufgefallen ist, war ihre Präsenz. Sie war immer da: wach, zugewandt, hilfsbereit. Während des Kurses war sie für viele Teilnehmerinnen eine stille Anlaufstelle. In Gesprächen hinter den Kulissen half sie, Inhalte zu sortieren, Zweifel einzuordnen und mit Momenten umzugehen, in denen sich Dinge nicht sofort erschließen wollten. Es ging ihr nicht darum, als Retterin dazustehen. Sie war wie ein Leuchtturm. Wie jemand, der selbst durch diese inneren Räume gegangen ist und weiß, wie sie sich anfühlen.
Manchmal entstehen Dinge nicht aus einem großen Plan, sondern aus einem Gefühl. Aus dem Wunsch, etwas Festzuhalten, das eigentlich vergänglich ist. Genau dort beginnt die Geschichte von Mooshexe und ihrem Schmuck.
Es gibt Bücher, die sind interessant. Und es gibt Bücher, die kommen genau dann, wenn sie gebraucht werden. Dein mystischer Jahreskreis gehört für mich ganz klar zur zweiten Sorte. Jetzt, wo ich es zur Hand nehme, um diese Rezension zu schreiben, fühle ich mich sehr gestresst. Ich habe mir zu viel vorgenommen. Dinge, die schon herausfordernd gewesen wären, wenn alles ruhig und planmäßig gelaufen wäre. Das tat es nicht. Im Gegenteil. Und dann sagte mein Körper auch noch Stopp. Deshalb ist es so schön, dieses Buch heute in der Hand zu halten, innezuhalten, durchzuatmen und ein paar Momente zu reflektieren.
Wenn ich auf dieses Jahr zurückblicke und an all die Hexen denke, denen ich auf Instagram folge und mit denen ich im Austausch bin, dann gibt es eine Person, bei der mir das Wachstum besonders aufgefallen ist: Melissa, The Herstory Witch. Dabei geht es nicht um Followerzahlen, sondern darum, dass sie sich traut, die größte und beste Version ihrer selbst zu leben.
Manche Menschen entdecken Magie irgendwann. Andere wachsen einfach mit ihr auf. Jule gehört zur zweiten Sorte. Sie ist Ende Dreizig, lebt in Hövelhof, und Magie war nie etwas Exotisches in ihrem Leben. Ihre Mutter pendelte, legte Karten, ganz selbstverständlich. Kein großes Tamtam. Kein Geheimnis. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum Jules eigener Zugang zur Magie so leise, so klar und so ernsthaft ist.
Wenn ich mit den Ahnen arbeite, greife ich fast immer zu einem dunklen Tarotdeck. Nicht, dass die Ahnen dunkle mächtige Gestalten wären. Tatsächlich arbeite ich eh hauptsächlich mit den lichtvollen Ahnen. Dunkel bedeutet für mich nicht schwer oder bedrohlich. Dunkel bedeutet Tiefe, Erdung, Anderswelt. Das Reich, aus dem Erinnerungen, Geschichten und Stimmen kommen, die älter sind als ich.


















