Dein mystischer Jahreskreis von Verena Borell und Chiara Butendeich

Dein mystischer Jahreskreis von Verena Borell und Chiara Butendeich

Es gibt Bücher, die sind interessant. Und es gibt Bücher, die kommen genau dann, wenn sie gebraucht werden. Dein mystischer Jahreskreis gehört für mich ganz klar zur zweiten Sorte. Jetzt, wo ich es zur Hand nehme, um diese Rezension zu schreiben, fühle ich mich sehr gestresst. Ich habe mir zu viel vorgenommen. Dinge, die schon herausfordernd gewesen wären, wenn alles ruhig und planmäßig gelaufen wäre. Das tat es nicht. Im Gegenteil. Und dann sagte mein Körper auch noch Stopp. Deshalb ist es so schön, dieses Buch heute in der Hand zu halten, innezuhalten, durchzuatmen und ein paar Momente zu reflektieren.

Warum ich dieses Buch liebe

Ich liebe dieses Buch nicht, weil es mir etwas Neues beibringt, das ich vorher nicht wusste. Ich liebe es, weil es Dinge zusammenbringt, die ohnehin Teil meines Lebens sind: Astrologie, Selbstreflexion, Jahreskreisfeste, Tarot und Rituale. Und weil hinter diesen Seiten zwei Frauen stehen, die ich nicht nur fachlich schätze, sondern menschlich.

Chiara Chamomilla

Vor allem Chiara. In den letzten zwei Jahren ist sie mir zu einer Freundin geworden. Zu einer echten. Nicht nur Online-Bekanntschaft, nicht nur „wir schreiben uns halt“. Sondern jemand, für dessen Freundschaft ich zutiefst dankbar bin. Ihre Art, die Welt zu sehen, ihre Verbindung zur Natur, ihre Klarheit, ihre unglaubliche Herzenswärme fließt in dieses Buch ein und macht es so lebendig. Und genau deshalb fühlt es sich für mich so stimmig an.

Verena und die astrologische Ebene

Verena bringt die astrologische Ebene hinein. Sie beschreibt die jeweilige Zeitqualität, den herrschenden Planeten, die Themen, die sich zeigen, und die Herausforderungen, die dazugehören. Dazu kommen die Vollmond- und Neumond-Qualitäten der jeweiligen Phase, klar benannt und gut greifbar. Das gibt dem Buch noch mehr Tiefe, ohne es kompliziert oder trocken werden zu lassen.

Ein Begleiter durchs Jahr

Zusammengenommen entsteht daraus ein Buch, das sich nicht wie ein Ratgeber liest, sondern wie ein Begleiter durchs Jahr. Eines, das man nicht durcharbeitet, sondern immer wieder zur Hand nimmt.

Ich arbeite selbst viel mit dem Mond. Meine Rituale geben mir Halt und Struktur. Sie sind jeden Morgen eine kleine Verabredung mit mir selbst. Ein Ankommen bei mir. Genau das mag ich an diesem Buch. Es geht nicht darum, jeden Tag ein Ritual zu machen, sondern immer wieder hinzuschauen. Welche Zeitqualität haben wir gerade? Welche Bedeutung hat dieser Neumond für mich? Welche Fragen sollte ich mir jetzt mal stellen? Das ist das Schöne an diesem Buch. Man muss es nicht in einem Rutsch lesen. Es darf uns immer wieder daran erinnern, uns Zeit für uns zu nehmen.

Lesen nach Gefühl

Das Buch ist schon vor einigen Wochen erschienen und manchmal greife ich gezielt zu einem Abschnitt, weil ich merke, dass mir gerade Löwe-Energie fehlt. Weil ich mich in meiner Sichtbarkeit unsicher fühle, mir Mut oder Feuer fehlen. An anderen Tagen zieht es mich in Skorpion-Tiefe. Dann brauche ich Rückzug, Ehrlichkeit, Schattenarbeit. Das Buch erlaubt mir, nach Gefühl zu navigieren. Nach dem, was gerade in mir ruft.

Zurück in den Rhythmus

Das Buch Dein mystischer Jahreskreis hilft dabei, den eigenen Rhythmus wiederzufinden. In einer Welt, die ständig schneller wird und immer mehr will. In der man abends oft zu müde ist für alles andere, als auf dem Sofa zu sitzen und aufs Handy zu starren. Oder eine Serie nach der nächsten zu schauen, Folge für Folge, bis es plötzlich spät ist und der Tag einfach weg.

In einer Welt, in der wir ununterbrochen erreichbar sind und uns trotzdem immer öfter abgeschnitten fühlen. Von der Natur, vom eigenen Körper und von dem, was uns eigentlich guttut.

Es gibt kaum noch echte Rhythmen, abgesehen vom täglichen Ablauf: Aufstehen, Frühstück vielleicht auf dem Weg, arbeiten, irgendwas essen, Handy oder Netflix, schlafen. Dazwischen bleibt wenig Raum zum Spüren. Dabei zeigt uns die Natur jeden Tag, wie es auch anders gehen könnte. Dass alles Zyklen hat. Zeiten für Bewegung und Zeiten für Stillstand. Zeiten für Wachstum und Zeiten fürs Loslassen.

Die Sonne zieht ihren Weg durch die Tierkreiszeichen. Die Mondin kommt und geht. Pflanzen wachsen, blühen, tragen Früchte und ziehen sich zurück. Und wir tun oft so, als hätten wir damit nichts zu tun. Als müsste jeder Tag, jeder Monat gleich sein. Als müssten wir immer die gleiche Leistung bringen.

Dein mystischer Jahreskreis von Verena Borell und Chiara Butendeich

Kein Muss, kein Ideal

Dein mystischer Jahreskreis ist kein Buch, das dir sagt, was du tun sollst. Es drängt dich nicht in eine Routine. Es gibt Halt und macht Mut, das eigene Leben neu zu entdecken. Vielleicht ist das der Grund, warum ich dieses Buch so schätze. Es will nichts von mir. Es verkauft mir kein Ideal. Es lädt mich ein, mich wieder als Teil eines größeren Rhythmus zu verstehen.

Wenn du ein Buch suchst, das Astrologie, Jahreskreisfeste, Heilpflanzen, Tarot und Selbstreflexion verbindet, wenn du die Zyklen in der Natur und in dir wieder spüren willst, dann ist Dein mystischer Jahreskreis genau das Richtige für dich.

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