So, aufgepasst, jetzt kommt mein Tag. Der 8.8., das Löwentor, und ja, ich hab an dem Tag Geburtstag, weshalb du hier keine neutrale Berichterstattung erwarten darfst. Für mich ist das der beste Tag im ganzen Jahr, und gleich weißt du auch, warum.
Halb Instagram erzählt dir gerade, dass sich am 8.8. ein Portal öffnet, das dir Fülle ins Feld beamt. Ich erzähl dir lieber, was an dem Tag wirklich am Himmel und in den alten Traditionen steckt, denn das ist um Längen besser als jedes Portal-Posting.
Eine Acht trifft auf eine Acht
Astronomisch gesehen gibt es am 8.8. kein Riesenspektakel am Himmel. Aber das Datum selbst ist ein Zahlenzauber, denn hier trifft eine Acht auf eine Acht. Und guck dir die Acht mal genauer an: Kippst du sie um, liegt da die Unendlichkeit, das Zeichen für Fülle ohne Ende. Die kriegst du an dem Tag gleich doppelt. Wenn das mal kein Sign ist, fresse ich meinen Spitzhut.
Die Numerologie legt da noch eine Schippe drauf. In der westlichen Tradition steht die 8 für Erfolg in der materiellen Welt, also für Geld, Einfluss und alles, was du dir selbst aufgebaut hast. Sie gilt als Karma-Zahl, denn was du reinsteckst, kommt zurück, im Guten wie im Schlechten. Die ältere chaldäische Numerologie ordnet die 8 dem Saturn zu, dem Planeten der Disziplin und der Geduld. Soll heißen: Die Ernte kommt nach der Arbeit. Und genau deshalb mag ich die 8 so gern, denn sie arbeitet wie ich, erst der Einsatz, dann die Fülle.

Im Tarot gehört die 8 zur Karte Kraft, und jetzt halt dich fest: Auf der Karte hält eine Frau einem Löwen sanft das Maul zu, und über ihrem Kopf schwebt die liegende Acht. Ein Löwe und die Unendlichkeit auf einer einzigen Karte. Passender geht es fürs Löwentor kaum.
Und dann ist da noch China. Dort ist die 8, gesprochen bā, DIE Glückszahl schlechthin, denn sie klingt fast wie fā, das Wort für Wohlstand. Die Olympischen Spiele in Peking haben deshalb am 8.8.2008 um 20:08 Uhr angefangen, und für Nummernschilder mit vielen Achten zahlen Leute ernsthaft Aufpreis.
Jetzt der Anti-Bullshit-Teil: Diese Systeme widersprechen sich munter. Westlich ist die 8 karmisch und Saturn-schwer, chinesisch ist sie pures Glück, und je nach Schule wandern die Planeten-Zuordnungen hin und her. Es gibt keine „richtige“ Bedeutung, es gibt Traditionen. Aber eins fällt auf: Fülle und Kraft tauchen fast überall auf, und genau mit diesem gemeinsamen Nenner arbeite ich.
Der Stern, der die Welt zum Blühen bringt
Der alte Mythos hinterm Löwentor hängt an Sirius, dem hellsten Stern am ganzen Himmel. Heller sind nur die Sonne, der Mond und ein paar Planeten wie Venus und Jupiter. Die alten Ägypter haben ihren kompletten Kalender nach ihm gestellt, denn wenn Sirius im Hochsommer wieder am Morgenhimmel auftauchte, kam kurz drauf der Nil über die Ufer und ließ das ganze Land wachsen. Ein Stern kehrt zurück, und die Welt fängt an zu blühen. Ein schöneres Bild fürs Manifestieren gibt es kaum.
Sternschnuppen obendrauf
Was am 8.8. noch so großartig ist? In der Zeit um den 8.8. rum sausen nämlich schon die Perseiden über den Nachthimmel, die Sternschnuppen aus dem Sternbild Perseus. Zum Maximum in der Nacht vom 12. auf den 13. August fallen bis zu hundert pro Stunde, und um den 8.8. flitzen schon etliche.
Und Sternschnuppen liebe ich seit meiner Kindheit. An einem 8.8. hab ich mir mit einer Sternschnuppe was gewünscht, und ein paar Stunden später hatte sich dieser Wunsch erfüllt. Okay, ja, Sternschnuppen am eigenen Geburtstag, das toppt so ein Manifestationsportal locker. Aber es ist ja immer, was du draus machst. Deshalb gehst du jetzt raus und guckst Sterne.
Und wenn du die ganze Löwe-Saison so nutzen willst, dass am Ende mehr steht als ein Wunsch an den Himmel, dann ist das hier dein nächster Schritt.

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Für dich, wenn du diese Saison sichtbar werden willst, statt dich weiter klein zu halten.
Ritual: Sterne gucken
Du brauchst dafür:
- eine möglichst klare, dunkle Nacht um den 8.8. rum, gern raus aus der Stadt
- eine Decke oder eine Liege, dein Nacken dankt es dir
- was Warmes zu trinken
- deinen wichtigsten Wunsch, glasklar im Kopf
Geh raus, wenn es richtig dunkel ist, am besten nach Mitternacht, denn dann steht der Perseus höher und es fällt mehr. Such dir eine dunkle Ecke ohne Straßenlaterne und leg dich hin, das Gesicht zum Himmel. Und jetzt das Wichtigste: Das Handy bleibt in der Tasche, denn das Licht killt dir die Nachtsicht, und nach zehn Minuten im Dunkeln siehst du auf einmal dreimal so viele Sterne. Warten lohnt sich also. Schau Richtung Nordosten und such das große Himmels-W, die Kassiopeia. Direkt darunter liegt der Perseus, und genau von da kommen die Sternschnuppen.
Während du wartest, überleg dir schon mal, was du dir wünschen willst, dann bleibt dir später die Panik erspart und auch die Entscheidung zwischen drei Wünschen in letzter Sekunde. Und geh ins Fühlen, kennste das ja inzwischen.
Wenn du eine siehst, dann wünsch dir was. Und bloß kein „bitte, bitte, vielleicht“. Sag es, als wär es längst deins, groß und ohne dich zu ducken. Dein Kopf nimmt solche Ansagen nämlich erstaunlich wörtlich, weshalb der Konjunktiv heute Nacht frei hat.
Am nächsten Morgen, und das ist der Teil, den die meisten verpennen, machst du eine einzige Sache, die deinen Wunsch ein Stück näher holt. Der Himmel gibt dir den Schubs, abholen musst du selber.
Ich wünsch mir groß und ohne mich zu ducken. Der Himmel gibt den Schubs, den Rest hol ich mir selbst.
Und wenn du die ganze Löwe-Saison so nutzen willst, dass am Ende mehr steht als ein Wunsch an den Himmel, dann hol dir das Löwe-Workbook. Da steckt das komplette Programm für die Saison drin.






