Wie du deine eigene Ahnenkerze herstellst

Ahnenarbeit ist eine tiefgehende, kraftvolle Praxis, und eine eigene Ahnenkerze kann dir helfen, die Verbindung zu deinen Vorfahren zu stärken. Es geht darum, eine Lichtquelle zu schaffen, die dich in deinen Ritualen begleitet und die Energie deiner Ahnen einlädt. Und das Beste: Du kannst sie ganz einfach selbst herstellen. Mit Sojawachs, Kristallen, ätherischen Ölen und den richtigen Kräutern wird deine Ahnenkerze nicht nur schön aussehen, sondern auch eine kraftvolle Wirkung entfalten.

Materialien für deine Ahnenkerze:

  • Sojawachs (genug, um das gewünschte Gefäß zu füllen)
  • Docht
  • Kleine Kristalle: z.B. Roter Jaspis und Schwarzer Turmalin
  • Ätherische Öle oder Duftöle
  • Ahnenkräuter
  • Hitzeresistentes Gefäß für die Kerze (z.B. ein Glas oder eine kleine Metalldose)
  • Topf und hitzebeständiges Gefäß zum Schmelzen des Wachses (Wasserbad)
  • Holzstäbchen oder Essstäbchen zum Umrühren
  • Bei Bedarf Kerzenfarben oder Wachsmalstife aus Bienenwachs

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Herstellung deiner Ahnenkerze

1. Bereite alles vor

Bevor du beginnst, sorge dafür, dass du alle Materialien griffbereit hast. Wähle ein ruhiges, ungestörtes Umfeld und mach dich bereit, deine Intention in die Kerze einfließen zu lassen. Du kannst leise Musik abspielen oder das Ritual mit einer kurzen Meditation beginnen, um dich auf die Energie deiner Ahnen einzustimmen.

2. Schmelze das Sojawachs

Gib das Sojawachs in ein hitzebeständiges Gefäß und stelle es in einen Topf mit heißem Wasser. Erhitze es sanft, bis das Wachs vollständig geschmolzen ist. Rühre gelegentlich um, damit es gleichmäßig schmilzt.

3. Füge deine Duftöle hinzu

Sobald das Wachs geschmolzen ist, träufle ein paar Tropfen ätherisches Öl hinein. Aber welche Düfte passen zur Ahnenarbeit? Ich hatte es anfangs mit nur ein paar Tropfen versucht und hab am Ende sicher 20 bis 30 Tropfen Öl in das geschmolzene Wachs getäufelt. Aber ich bin auch Typ: viel hilft viel! Rühre das Öl gut ein, damit es sich gleichmäßig im Wachs verteilt.

Hier sind einige Vorschläge für Duftöle für eine Ahnenkerze:

  • Zypresse: Dieser Duft unterstützt die Verbindung zu den Ahnen und symbolisiert ewiges Leben.
  • Patchouli: Erdet dich und verstärkt die Verbindung zur Erde und den Wurzeln, aus denen wir stammen.
  • Sandelholz: Ein beruhigender Duft, der in vielen Kulturen für Rituale verwendet wird, um die geistige Verbindung zu verstärken.
  • Myrre: Schafft eine heilige, ehrfürchtige Atmosphäre, die ideal für Ahnenarbeit ist.

Passend sind zumeist erdige Düfte, weil die Ahnen auch ein Thema des Wurzelchakras, also unserer inneren Erde sind.

4. Setze den Docht und gieße das Wachs

Platziere den Docht in deinem Gefäß und halte ihn in der Mitte. Du kannst ihn an einem Holzstäbchen oder einem Bleistift fixieren, das du über den Rand des Gefäßes legst. Gieße dann das geschmolzene Wachs vorsichtig hinein und achte darauf, dass der Docht gerade bleibt. Lasse das Wachs ein wenig abkühlen, bevor du weitermachst.

5. Bestreue die Kerze mit Ahnenkräutern

Um deine Ahnenkerze abzurunden, kannst du sie mit Kräutern bestreuen, die traditionell mit Ahnenarbeit assoziiert werden. Du kannst die Kräuter in das noch flüssige Wachs streuen und wenn die Kerze schon fast abgekühlt ist. Bitte denke daran, dass beim Brennen der Kerze sich die Kräuter entzünden können und du zeitweise eine recht hohe Flamme haben kannst. Deshalb Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen lassen. Klar, oder?

Hier sind einige passende Kräuter:

  • Beifuß: Fördert die Verbindung zur spirituellen Welt und wird seit Jahrhunderten für Rituale genutzt.
  • Rosmarin: Wird oft mit Erinnerung und Gedenken verbunden und hilft, die Energie der Ahnen zu rufen.
  • Salbei: Reinigt die Atmosphäre und schafft einen klaren Raum für die spirituelle Arbeit.

Streue eine kleine Menge dieser Kräuter auf die Oberfläche der Kerze, solange das Wachs noch weich ist. Drücke sie leicht an, damit sie haften bleiben.

6. Füge die Kristalle hinzu

Bevor das Wachs vollständig fest wird, kannst du deine Kristalle hinzufügen. Roter Jaspis unterstützt deine Verbindung zur Erdenergie und hilft dir, stabil und zentriert zu bleiben. Schwarzer Turmalin schützt deine Energie und sorgt dafür, dass nur positive Schwingungen durchkommen. Außerdem ist der schwarze Turmalin der Stein der Ahnen. Drücke die Kristalle sanft in das noch weiche Wachs, sodass sie teilweise eingetaucht sind, aber sichtbar bleiben.

7. Lasse die Kerze vollständig abkühlen

Lass das Wachs vollständig aushärten, bevor du die Kerze anzündest. Das kann einige Stunden dauern. Während sie abkühlt, kannst du deine Intention in Gedanken verstärken und dich darauf vorbereiten, die Kerze für dein erstes Ahnenritual zu verwenden.

Wie du deine Ahnenkerze verwendest

Wenn deine Ahnenkerze fertig ist, kannst du sie bei jeder Art von Ahnenarbeit verwenden – ob du einfach still sitzen und lauschen möchtest oder ein größeres Ritual planst. Zünde die Kerze an, wann immer du das Gefühl hast, dass die Energie deiner Ahnen dir nahe ist, und lass das Licht ihre Anwesenheit für dich symbolisieren. Du kannst sie auch jedes Jahr am gleichen Tag entzünden, um deine Ahnen zu ehren und zu rufen.

Tipp: Lies hier wie du mit deinen Ahnen in Kontakt treten kannst.

Wenn du die eine oder andere Zutat ersetzen möchtest

Deine Ahnenkerze ist mehr als nur eine schöne Dekoration. Sie ist ein handgemachtes Werkzeug, das deine Verbindung zu denen stärkt, die vor dir gekommen sind. Jeder Schritt, von der Wahl der Düfte bis hin zu den Kristallen und Kräutern, trägt deine Intention in sich. Es gibt keinen „richtigen“ oder „falschen“ Weg, deine Kerze zu gestalten – solange du mit Herz und Respekt arbeitest, wirst du genau das richtige Ergebnis erzielen.

Wähle ganz intuitiv Kristalle, Düfte und Kräuter, die dich mit deinen Ahnen verbinden. Wenn es für dich Lavendel ist, weil er dich an deine Oma erinnert, perfekt. Oder ist der Türkis der Stein deiner verstorbenen Lieblingstante? Go for it. Also, schnapp dir das Wachs, lass die Magie fließen, und bau dir deine eigene Verbindung zur geistigen Welt.

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