Das Jahr 2024 war ein wilder Ritt – voller magischer Erkenntnisse, mutiger Aha-Momente und Herausforderungen, die mich immer wieder dazu gebracht haben, meine Komfortzone zu verlassen und meiner Angst in den Arsch zu treten. Doch genau darin liegt die Schönheit des Hexenlebens: Wir wachsen, wenn wir uns dem stellen, was uns ausbremst, und uns erlauben, nicht perfekt zu sein. Vielleicht findet ihr euch ja in dem einen oder anderen Punkt wieder – und wenn nicht, lasst euch davon inspirieren, euer eigenes magisches Jahr zu reflektieren.
1. Du bist genug – und weißt oft mehr, als du glaubst
Ich habe mich oft gefragt: „Bin ich gut genug? Reicht das, was ich weiß, aus?“ Dann habe ich festgestellt, dass so viele Menschen sich einfach hinstellen und behaupten, Experten zu sein. Und dann merkt man: Die wissen oft nur einen Bruchteil von dem, was ich schon erlebt und gelernt habe. Das heißt nicht, dass sie nichts Wertvolles zu sagen haben. Aber es zeigt, wie hart ich oft mit mir selbst bin. Ich bin genug. Ihr seid genug. Das, was ihr wisst, kann andere inspirieren – auch, wenn ihr es nicht perfekt findet.
Über das Thema „Genug-sein“ möchte ich noch mal ausführlicher reden, denn es war für mich lange ein richtiger Schmerzpunkt. Dieses ewige „Ich bin nicht gut genug“ hat mich so oft verfolgt, dass ich fast schon dachte, es gehört einfach zu mir. Jahrelang habe ich versucht, es zu knacken, und wisst ihr was? Als ich es endlich geschafft habe, war es pure Magie: Mit dieser einen Erkenntnis sind so viele andere Probleme einfach verpufft.
Dieses „Ich bin genug“-Gefühl hat mir eine ungekannte Fülle in mir selbst gegeben. Kein inneres Loch mehr, das ich mit Dingen oder fremdem Wissen stopfen muss. Stattdessen habe ich das, was ich wirklich brauche, schon bei mir: mich selbst. Und das fühlt sich verdammt kraftvoll an.
Ich habe keinen Zwang mehr, Zeug zu kaufen, nur um mich besser zu fühlen. Ich muss niemandem beweisen, was ich kann oder wer ich bin – auch nicht mit teurem Kram oder Statussymbolen. Und diese Kurse, die ich früher ständig gebucht habe? Brauche ich auch nicht mehr. Denn ich habe so viel Wissen und eine unglaubliche Intuition. Es ist nun an der Zeit, mein Wissen weiter zu geben.
2. Hexe sein bedeutet, im Hier und Jetzt zu leben
Früher dachte ich, eine Hexe müsse ständig „woanders“ sein – in höheren Sphären, im Kontakt mit anderen Dimensionen. Ständig Rituale machen, um sich im Trance mit den Spirits zu verbinden. Aber das stimmt nicht. Hexe sein heißt, mitten im Leben zu stehen. Es heißt, sich selbst mit allem Licht und Schatten anzunehmen. Es heißt, an sich selbst zu glauben und die Themen anzugehen, die wir am liebsten verdrängen würden. Magie beginnt hier – in diesem Moment, in deinem Alltag. Und deine Spirit Guides helfen dir im Alltag, durch kleine Eingebungen oder Intuition. Dafür musst du keine großen Rituale machen, sondern einfach nur bei dir und im Moment sein.
3. Konzentration beginnt im Kopf
ADHS ist für mich manchmal wie ein Tornado im Kopf. Aber ich habe etwas gelernt: Ich kann mich auf alles konzentrieren, wenn ich es mir erlaube. Der größte Ablenker sind nicht äußere Einflüsse – es sind meine eigenen Gedanken. Wenn ich sie loslasse und aufhöre, dagegen anzukämpfen, kann ich mich sogar auf langweilige Dinge fokussieren. Das war ein Gamechanger für mich: Konzentration ist möglich – selbst bei den nervigsten Aufgaben.
4. Meditation wirkt – Punkt.
Meditation ist vielleicht kein Hexengeheimnis, aber sie hat meine Welt verändert. Es sind nicht die großen, sofort sichtbaren Effekte. Es ist diese stille, kraftvolle Veränderung, die sich mit der Zeit aufbaut. Ein paar Minuten am Tag, und die Dinge, die mich sonst aus der Bahn werfen würden, fühlen sich plötzlich machbar an.
5. Overwhelm ist ein Vertrauensproblem
Kennt ihr dieses Gefühl, wenn die To-Do-Liste euch erschlägt? Als würde euch alles über den Kopf wachsen? Ich habe herausgefunden, dass dieses Gefühl oft nur daher kommt, dass ich mir selbst nicht zutraue, alles zu schaffen. Wenn ich aber daran glaube, dass ich es hinbekomme – Schritt für Schritt – wird aus überwältigt plötzlich machbar.
6. Nein ist ein Ein-Wort-Zauberspruch
Nein zu sagen, tut weh. Vor allem mir selbst. Aber ich habe gemerkt: Je öfter ich es mache, desto leichter wird es. Die Leute gewöhnen sich daran – und ich auch. Und wisst ihr was? Es fühlt sich verdammt gut an, meine eigenen Grenzen zu wahren. Nein, ist ein unglaublich kraftvolles Wort. Ein Schutzzauber für dich selbst.
7. Stress ist eine Entscheidung
Stress ist kein Naturgesetz. Nur, weil ich viel zu tun habe, heißt das nicht, dass ich mich gestresst fühlen muss. Es liegt an mir, wie ich damit umgehe. Ich kann die Dinge als Belastung sehen oder als Herausforderung, die ich in meinem Tempo angehe. Mein Mantra ist dann immer: „Wenn du es eilig hast, gehe langsam.“ und „Meditiere 20 Minuten täglich, wenn du dafür keine Zeit hast, dann meditiere eine Stunde.“
8. Perfektion ist eine Illusion
Früher habe ich immer gedacht, alles müsste perfekt sein. Ja, klar. Perfekt kann man nicht sein. Aber fast perfekt eben. Trotzdem ist der Aufwand das zu schaffen einfach unnötig. Die letzten 20%, die etwas perfekt machen könnten, kosten oft genauso viel Zeit wie die ersten 80%. Und am Ende? Wird es trotzdem Leute geben, die meckern. Also habe ich gelernt: Meine 80% reichen völlig aus – sie sind authentisch, kraftvoll und oft besser als so vieles, was sonst geteilt wird. Diejenigen, für die meine Inhalte wirklich bestimmt sind, spüren, dass sie zu 100% echt sind, und lassen sich davon genauso zu 100% inspirieren.
9. Vertrauen ist mutiger als Kontrolle
Ich dachte immer, ich wäre mutig, weil ich Risiken eingehe. Aber der Haken war: Ich habe Risiken nur dann akzeptiert, wenn ich vorher alle Eventualitäten durchgespielt hatte. Mut bedeutet nicht, alles zu kontrollieren. Mut heißt, Vertrauen zu haben – in sich selbst, in die eigenen Fähigkeiten, in den Moment. Dieses Vertrauen war mein großes Thema 2024.
10. Es ist okay, sich zu zeigen
Ich habe oft gedacht, ich müsse mich anpassen, damit die Leute mich mögen. Aber wisst ihr was? Es ist völlig okay, wenn Leute euch seltsam oder doof finden. Blaue Haare? Seltsam. Ernsthaft. Ich hab seit über fünf Jahren blaue Haare und liebs. Und dabei war ich immer diejenige, die sich verstecken wollte. Kritik sagt oft mehr über die Person aus, die sie äußert, als über euch. Hört euch Feedback an, prüft es – aber lasst es nicht euer Selbstbild bestimmen.
11. Dein Content zählt – immer
Manchmal dachte ich: „Das brauche ich nicht posten, das haben schon zig andere Hexen gemacht.“ Aber dann habe ich gemerkt, dass meine Zielgruppe nicht aus anderen Content Creators besteht. Es sind die stillen Mitleser, die darauf warten, dass ich meine Perspektive teile. Die wissen wollen, was ich tue oder tun würde. Es geht nicht darum, das Rad neu zu erfinden – es geht darum, eure Persönlichkeit und eure Sichtweise einzubringen. Andere Menschen zu inspirieren.
12. Mit Hilfe geht’s leichter
Manche Reisen unternimmt man allein, doch hin und wieder kommt man mit Unterstützung schneller und leichter voran. Dieses Jahr bin ich besonders dankbar für die wunderbaren Weggefährten, die mich begleitet haben. Mein Dank gilt Melissa, die mir geholfen hat, sichtbar zu werden. Meike, die mich darin bestärkt hat, an meine Magie zu glauben. Chiara, deren Vertrauen und Inspirationen mich tief berührt haben. Und Geo, meinem Seelenzwilling, für seine tiefe Freundschaft.
Die Reise hat gerade erst angefangen
Das Hexenleben ist kein Sprint, sondern ein Tanz – manchmal wild, manchmal sanft. Ich möchte euch für das nächste Jahr etwas mitgeben: Erlaubt euch zu wachsen. Erlaubt euch, Fehler zu machen. Und vor allem: Erlaubt euch, mutig zu sein. Magie beginnt in euch – und sie wird größer, wenn ihr sie mit anderen teilt. Mein 2024 war voller Magie und Wachstum. Es war nicht einfach aber dafür um so wundervoller. Mein 2025 wird noch viel großartiger. Ich freu mich unbändig auf das neue Jahr.
Foto von Luke Besley auf Unsplash