Warum Vision Boards bei dir nicht funktionieren – und was du stattdessen machen solltest

Na klar, ihr kennt es alle: die bunte Collage, die deine kühnsten Träume und größten Wünsche visualisiert – das Vision Board. Das soll angeblich Wunder wirken. Doch ganz ehrlich? Bei mir hat das nie richtig funktioniert. Es ist nicht so, dass ich es nicht versucht hätte. Ich habe all meine Wünsche und Ziele mit Schere, Kleber und Zeitschriftenfetzen zusammengebastelt, auf Pinterest Boards gemacht, mit Illustrator Collagen zusammengestellt. Und dann? Nichts. Nada. Null Manifestation. Kommt euch das bekannt vor? Dann lest weiter, denn ich verrate euch, warum Vision Boards bei mir nicht wirken und welche Alternativen euch vielleicht auch mehr bringen könnten.

1. Vision Boards sind oft zu allgemein und starr

Das Problem mit Vision Boards ist, dass sie meistens riesige, weit entfernte Ziele zeigen. Ihr klebt ein Bild von einem traumhaften Strand oder einem neuen Auto auf das Board, aber dabei bleibt es oft. Diese großen Bilder setzen riesige Erwartungen, die kaum greifbar sind. Das Gefühl dahinter ist meist „irgendwann werde ich das haben“, und nicht „ich arbeite täglich aktiv darauf hin“. Die Lücke zwischen Vision und Realität wird nicht kleiner, nur weil ihr sie anschaut. Das Problem? Es bleibt ein Wunsch.

2. Ohne Plan bleibt das Vision Board ein hübsches Poster

Ein Vision Board allein ist nicht genug, weil es oft keinen klaren Handlungsplan enthält. Ein Bild von einem glücklichen, gesunden Ich zu kleben, führt noch lange nicht dazu, dass ihr morgens die Laufschuhe anzieht. Oft fehlt eine Struktur, die uns konkret auf den Weg zu diesen Zielen bringt. Ein bisschen so, als würde man ein Bild vom Mount Everest aufhängen und hoffen, man landet bald auf dem Gipfel, ohne überhaupt den ersten Schritt zu planen.

3. Die fehlende Verbindung zur Realität

Ein Vision Board verführt uns, in die Traumwelt abzudriften und dort hängen zu bleiben. Es baut eine Traumwelt auf, die weit entfernt von dem ist, was wir aktuell erleben. Manchmal fühlt sich die Vision so unerreichbar an, dass sie eher demotiviert. Und dann? Das Board wird zum Staubfänger in der Ecke und erinnert uns nur daran, wie weit wir von diesen Träumen entfernt sind. Und das tut so richtig weh.

4. Ziele dürfen sich ändern

Tatsächlich habe ich mich oft auch dabei ertappt, dass die Bild auf meinem Visionboard nach zwei oder drei Monaten gar nicht mehr das widerspiegeln, was ich jetzt eigentlich möchte. Meine Interessen oder meine Ziele ändern sich häufig und das ist auch völlig in Ordnung.

Was ich stattdessen tue

Wenn Vision Boards bei dir auch nicht funktionieren, gibt’s zum Glück andere Wege, die Magie der Manifestation für dich zu nutzen. Hier sind meine persönlichen Alternativen, die mir wirklich weiterhelfen:

1. Mini-Ziele setzen und Schritt für Schritt gehen

Anstatt große, abstrakte Ziele zu visualisieren, fokussiere ich mich lieber auf kleine Schritte, die ich wirklich umsetzen kann. Es geht darum, meine Energie auf das zu lenken, was ich täglich erreichen kann – kleine Schritte führen schließlich auch zum Ziel. Beispiel: Statt ein Bild von einem Traumurlaub ans Vision Board zu pinnen, überlege ich mir wie viel Geld ich dafür brauche und wie ich es mir das kreativ manifestieren kann. Durch den Start eines neues Projektes zum Beispiel, das mir diese Summe einspielen wird.

2. Tägliches Journaling

Journaling ist ein mächtiges Werkzeug, das mir mehr Klarheit und Richtung gibt. Jeden Morgen schreibe ich kurz auf, welche Schritte ich heute in Richtung meines Ziels gehen kann. Und wie es sich anfüllt, dieses Ziel erreicht zu haben. Es geht darum, nicht nur zu träumen, sondern wirklich in den Alltag zu integrieren, was ich erreichen will. Die ständige Reflexion hilft mir dabei, im Flow zu bleiben, meine Fortschritte zu beobachten. Und mich mit in meinem Ziel und den Gefühlen, die ich damit verbinde, zu verankern.

3. Rituale zur Stärkung meiner Intention

Ein einfaches Vision Board wirkt vielleicht nicht, aber ein bewusstes Ritual bringt oft viel mehr Power ins Spiel. Ich nutze Kerzen, Kristalle oder Affirmationen, um meine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Einmal die Woche zünde ich zum Beispiel eine zu diesem Zweck gestaltete oder gekaufte Kerze an und visualisiere ganz konkret, wie ich die nächste kleine Etappe erreichen will. Oder ich habe einen Stein in der Tasche, der mich an mein Ziel erinnern soll. Diese Art von fokussiertem Energieeinsatz hat mir viel mehr gebracht als irgendein Poster.

4. Visualisierung

Anstatt starre Bilder auf einem Board, setze ich lieber auf tägliche oder wöchentliche Visualisierungen, die sich entwickeln dürfen. Ich nehme mir regelmäßig Zeit, meine Augen zu schließen und in mich zu gehen. Dabei lasse ich Bilder entstehen, die sich immer wieder neu gestalten und meine aktuellen Bedürfnisse widerspiegeln. Das hilft mir, flexibel und im Einklang mit meinen Zielen zu bleiben.

5. Was ist das Gefühl

Und oftmals ist es auch nicht genau das Bild auf einem Visionboard, das ich manifestieren will. Vielleicht ist es einfach ein Gefühl. Will ich denn wirklich eine Yacht oder will ich nicht einfach nur das Gefühl von Freiheit und den salzigen Wind, um die Nase wehen zu haben? Hinter jeden Ziel steckt eben auch immer ein Warum und sehr oft ist dieses Warum ein Gefühl. Also frage dich, warum will ich das? Was will ich denn wirklich? Und wie kann ich das erreichen? Eine Freundin erzählte mir neulich, dass sie statt eines Visionboards eine Soul Map erstellt hat, mit Bildern, die nicht etwas Handfestes zeigen, sondern was sie fühlen möchte: z.B. Freude, Geborgenheit, Sicherheit … Eine sehr schöne Idee.

6. Aktion statt nur Vorstellung

Es geht nicht nur ums Träumen, sondern ums Tun. Jeden Tag mache ich eine kleine, bewusste Handlung, die mich in die Richtung meines Zieles bringt. Ob es ein Anruf ist, eine E-Mail oder das Lernen einer neuen Fähigkeit – ich bleibe in Bewegung, statt starr zu visualisieren. Jeder kleine Schritt ist ein Stück Magie, der mich näher an mein Ziel bringt.

7. Loslassen können

Deine Ziele wie auch du, verändern sich mit der Zeit. Deshalb ist es völlig in Ordnung, wenn du nach einer Weile merkst, dass dein ehemals so wichtiges Ziel nun mehr eine leere Hülle ist. Das darf so sein und ist ganz normal. Nimm es an und konzentriere dich einfach auf dein neues Ziel!

Vision Boards sind nicht für alle – und das ist okay

Wenn du feststellst, dass ein Vision Board einfach nicht dein Ding ist, dann liegt das nicht an dir. Ein Visionboard zu erstellen reicht nicht und kann in dem ein oder anderen Fall kontraproduktiv sein. Versuchs mit konkreten Taten, kleinen täglichen Rituale und einem flexibles Zielbild, das sich dir anpasst. Probiere es aus: Setze dir Mini-Ziele, integriere sie in deinen Alltag und nutze die Kraft der kleinen Rituale. Und wenn sich dein Ziel mal ändert, kein Drama. Go for it.

Foto von Crew auf Unsplash

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