Wie du richtig meditierst (und warum „richtig“ eigentlich scheißegal ist)

Meditation – das klingt für manche wie eine heilige Pflicht, die man perfekt beherrschen muss. Dabei gibt es kaum etwas, das freier und flexibler ist als Meditation. Die Wahrheit ist, es gibt kein „richtig“ oder „falsch“ beim Meditieren. Und wenn du immer noch versuchst, an absolut nichts zu denken, dann lass mich dir gleich sagen: Das wird nicht passieren – und das muss es auch gar nicht. Zeit für ein bisschen Klarheit!

Was Meditation NICHT ist

Meditation ist nicht das sture Sitzen in völliger Leere, wie ein Mönch, der auf dem Berggipfel des Nirwanas hockt. Es ist kein Wettbewerb, wer am längsten still sitzt und dabei an nichts denkt. Meditation bedeutet auch nicht, dass du die Gedanken in deinem Kopf komplett zum Schweigen bringen musst. Spoiler Alert: Deine Gedanken werden kommen. Und das ist völlig okay.

Was Meditation wirklich ist

Meditation ist wie das sanfte Wellenrauschen am Meer – die Gedanken sind die Wellen, die kommen und gehen. Du bist das Wasser darunter, ruhig und stabil. Das Ziel ist nicht, die Wellen aufzuhalten, sondern einfach nur, sie anzusehen und weiterziehen zu lassen, ohne darin zu ertrinken.

Meditation ist der Moment, in dem du dir erlaubst, einfach zu sein – ohne Erwartungen, ohne Perfektion. Es geht darum, deinem Geist einen Raum zu geben, sich auszudehnen, und die Gedanken wie Wolken am Himmel vorüberziehen zu lassen. Du kannst sie anschauen, anerkennen, und dann: Tschüss, weiterschweben!

„Richtig“ meditieren ist eine Illusion

Das Problem mit der Idee vom „richtigen“ Meditieren ist, dass es suggeriert, du müsstest eine bestimmte Leistung erbringen, um es gut zu machen. Aber genau das steht im Gegensatz zur Essenz der Meditation. Es gibt kein falsch und kein richtig. Es gibt nur dich und deinen Moment. Vielleicht sitzt du mit geschlossenen Augen auf einem Kissen, vielleicht spazierst du barfuß im Wald, oder du starrst einfach auf die Flamme einer Kerze.

Versuchst du, in völliger Leere zu schweben? Hör auf damit. Stattdessen darfst du spüren, wie die Gedanken auftauchen, aber sie nicht festhalten. Wie ein Blatt, das auf einem Bach schwimmt. Du siehst es, und es treibt davon. Deine Gedanken sind diese Blätter, und du bist der Bach.

Es geht nicht ums Nicht-Denken, sondern ums Nicht-Festhalten

Dieser Mythos, dass man beim Meditieren „an nichts denken“ soll, ist eigentlich Quatsch. Dein Gehirn ist dafür gemacht, zu denken, also lass es auch. Aber der Trick ist, dich nicht von den Gedanken gefangen nehmen zu lassen. Du bist kein Gefangener deiner Gedanken, sondern der Beobachter. Wenn ein Gedanke kommt, sagst du: „Hey, ich seh dich.“ Und dann lässt du ihn weiterziehen.

Tipps für deine entspannte Meditationspraxis

Falls du jetzt Lust bekommen hast, es auszuprobieren, hier ein paar Tipps, die dir den Einstieg erleichtern – ohne Regeln, ohne Druck:

Finde deine Art der Meditation

Meditation ist nicht nur stilles Sitzen. Vielleicht magst du beim Meditieren in Bewegung sein? Du könntest versuchen zu tanzen, Yoga zu machen oder spazieren zu gehen. Vielleicht liegt dir eher eine geführte Meditation, die dich durch eine leitet. Suche mal auf Spotify oder deiner Lieblingsmusik-App nach einer Meditation zu einem bestimmten Thema. Z.B. um dich mit deinen Ahnen oder der Akasha Chronik zu finden. Sei spielerisch und finde heraus, was für dich funktioniert und was dir Spaß macht – und ja, auch in einer Badewanne zu meditieren zählt!

Mache dir Musik an und mach keinen Wecker am Ende

Wenn du nicht auf geführte Meditationen stehst, dann rate ich dir ein Musikstück zu nehmen, dass so lang ist, wie du meditieren willst. Das hat zwei Gründe, zum einen können die Leerstellen zwischen den Liedern einen echt rausbringen. Mich nervt das bei Meditationen ohne Ende und ich kann mich dann gar nicht entspannen. Zum anderen weißt du am Ende, wann es Zeit ist aufzuhören. Einen Wecker zu stellen, damit du nach 10 oder 20 Minuten aus der Meditation rauskommst, ist echt kontraproduktiv.

Setze dir kein Zeitlimit

Du musst nicht eine Stunde still sitzen. Schon fünf Minuten können Wunder wirken. Gönn dir so viel Zeit, wie du brauchst, und zwing dich nicht, länger zu bleiben, als es sich gut anfühlt.

Konzentration auf den Atem oder auf ein Wort

Wenn dein Kopf anfängt, dich zu nerven, weil die Gedanken Achterbahn fahren, konzentriere dich einfach auf deinen Atem. Einatmen, ausatmen. Spür, wie die Luft in deine Lungen strömt und wieder hinaus. So einfach. Der Atem ist dein Anker. Oder konzentriere dich auf ein Wort. Eines ohne Bedeutung, dass dich nicht dazu anregt, über den Begriff oder den Namen nachzudenken. Ein Wort wie: Akama, Ilamor oder Arakoth.

Verurteile dich nicht für deine Gedanken

Dein Kopf wird denken, das ist sein Job. Es geht nicht darum, die Gedanken zu kontrollieren, sondern sie zu beobachten. Wenn dein Verstand abschweift, bring ihn sanft zurück, ohne dir selbst Vorwürfe zu machen. „Oh, ich bin abgeschweift. Cool, dann komm ich eben wieder zurück.“

Nutze Hilfsmittel wie Kristalle oder ätherische Öle

Ein Amethyst in der Hand oder der Duft von Lavendel kann dir helfen, dich zu entspannen und deine Gedanken zu klären. Kristalle und Düfte bringen eine zusätzliche Dimension in deine Meditationspraxis, die dich erdet und beruhigt.

Das Beste an Meditation: Sie gehört dir

Es gibt kein Perfekt, kein Richtig und schon gar kein Falsch. Meditation ist dein Moment, um dich zu verbinden – mit dir selbst, mit der Welt, mit der Stille. Sie gehört dir, also mach sie zu dem, was du brauchst. Ob du das im stillen Zimmer tust oder während du im Garten sitzt und die Sterne betrachtest, spielt keine Rolle. Du erschaffst deine eigene Meditation. Und das ist, was sie magisch macht.

Warum Meditation für Hexen ein unverzichtbares Tool ist

Meditation ist keine Herausforderung, die es zu meistern gilt, sondern ein Geschenk, das du dir selbst machst. Es ist der Moment, in dem du dir erlaubst, einfach zu sein. Hör auf, dich selbst zu stressen, und leg die Idee vom „richtigen“ Meditieren ab. Das ist dein Weg, und du bestimmst, wie er aussieht. Sei sanft zu dir selbst, atme tief und erinnere dich daran: Du musst nicht die Stille erzwingen. Sie ist schon da, du musst nur aufhören, dich gegen sie zu wehren.

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